346 Portraits

Lottersberger Messner Architekten

© Erich Kronsteiner
Christopher Lottersberger und Richard Messner
© Erich Kronsteiner

NOW THIS LOOKS LIKE A JOB FOR ME ’CAUSE WE NEED A LITTLE ­CONTROVERSY BUT NO MATTER HOW MANY FISH IN THE SEA IT WILL BE EMPTY WITHOUT ME. Eminem „Without Me“

Am Anfang der beruflichen Selbstständigkeit von Christopher Lottersberger und Richard Messner steht ein gewonnener Wettbewerb, der Umbau des Badener Frauenbades in das Arnulf Rainer Museum. Damit begann ein Diskurs, der sie noch immer beschäftigt: zeitgemäße Lösungen zu finden, um wertvolle Bausubstanz zu erhalten und dabei innovative Nutzungskonzepte umzusetzen.

Wir sind der Meinung, dass ...
… Architekturwettbewerbe ein gutes Instrument sind, um Antworten auf komplexe gestalterische und soziale Fragestellungen zu finden. Eine gerechte Vergabe von Planungsleistungen im öffentlichen Bereich wird damit gewährleistet, aber über das „Format“ der Wettbewerbsgestaltung sollte kontroversiell diskutiert werden. Wenn wir die Ausschreibung eines Wettbewerbes lesen, der uns inhaltlich interessieren würde, denken wir oft: ohne uns! Wer legt fest, dass Referenzen nach fünf Jahren verfallen, warum wandert die Ausschreibungskompetenz zunehmend zu den Juristen? Warum machen einige Bundesländer an ihren Grenzen dicht, wenn es um die Einladung von Bietern zu geladenen Wettbewerben geht? Wird die kreative Leistung angemessen honoriert, wenn über 100 Architekten um einen kleinen Auftrag buhlen und die Aufwandsentschädigung mit der Bezahlung der Schaubilder bereits aufgezehrt ist? Die Auswahl der Siegerprojekte können wir bei den meisten Wettbewerben gut nachvollziehen. Manchmal schmerzt es, wenn man selbst knapp dran war. Respekt haben wir vor Kollegen, die Nüsse knackten, die uns zu hart waren. So viele Fische schwimmen im Teich – aber es wäre so langweilig ohne uns …

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